Die "Grundrechte - ein Manifest" von Ulrich Schaffer sind wunderbare kleine Oasen, die einfach nur gut tun und uns deutlich machen, dass alles, so wirr es uns auch erscheinen mag, in Ordnung ist. Ulrich Schaffer verändert einfach den Blickwinkel für das Wesentliche. Das Copyright für diese Grundrechte liegt bei Ulrich Schaffer - das Buch ist auch wirklich die Anschaffung wert! Es hat die ISBN 3-7831-0948-5 Der Klappentext lautet:

"Du hast das Recht du selbst zu sein und grenzenlos zu denken"

SaraK hat mir dieses wunderbare Buch bei unserem ersten Treffen in Münster geschenkt und mir damit eine sooo große Freude gemacht, dass ich immer mal wieder das eine oder andere "Recht" im Forum gepostet habe.

Hier möchte ich jetzt die mir wichtigsten Rechte sozusagen "geballt" festhalten, damit auch Ihr sie immer zur Hand habt, wenn Ihr sie gerade mal gerne wieder lesen möchtet. Weil jetzt ein großer Schwall an wichtigen Worten kommt, hier mla schnell die Reihenfolge der Rechte auf einen Blick:

  1. das Recht auf deine Trauer
  2. das Recht, deine dunklen Stunden zu durchleben
  3. das Recht, Fehler machen zu dürfen
  4. das Recht, dich selbst nicht zu verstehen
  5. das Recht zu fühlen
  6. das Recht zu zweifeln
  7. das Recht zu hoffen
  8. das Recht, dich zu freuen
  9. das Recht, dich selbst zu lieben
  10. das Recht, ein anderer/eine andere zu werden
  11. das Recht, dich gegen Bevormundung zu wehren und zu deiner eigenen Meinung zu finden
  12. das Recht, dich vor Menschen zu schützen, die dich nicht verstehen wollen
  13. das Recht, dir etwas nicht anzuhören
  14. das Recht, deine Beziehung zu Gott nach bestem Wissen und Gewissen zu gestalten

 

 

  • Du hast ein Recht auf deine Trauer.
  • Du darfst dich deinen Verlusten widmen,
  • musst nicht verdrängen, was dich beschwert.
  • Du hast ein Recht, das abzutrauern,
  • was dich so tief enttäuscht hat
  • und was du nicht ändern kannst.
  •  
  • Du hast ein Recht auf deine Tränen,
  • auf dein Schweigen,
  • auf deine Ratlosigkeit,
  • auf deine innere und äußere Abwesenheit.
  • Du musst nicht den Glücklichen spielen,
  • nicht über den Dingen stehen.
  •  
  • Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
  • die dich mit Gewalt aus deiner Trauer
  • herausholen wollen, weil deine Trauer
  • sie selbst bedroht.
  • Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.
  •  
  • Du hast ein Recht,
  • mit denen nicht reden zu wollen,
  • die dir ein schlechtes Gewissen machen
  • für deine Dunkelheit und Trauer.
  • Die mit Sprüchen kommen
  • und dich mit diesen Sprüchen
  • unter Druck zu setzen versuchen.
  • Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.
  •  
  • Du hast das Recht, dich zu wehren
  • gegen die, die Dir sagen,
  • was du fühlen darfst und was nicht,
  • die Dich nicht als einzelnen,
  • sondern als Fall behandeln
  • und sich innerlich nicht wirklich
  • mit Dir einlassen.
  •  
  • Vielleicht macht Dich nichts so menschlich
  • wie Deine Trauer.
  • Über sie kann ein Trauernder sich Dir nähern
  • und auf Verständnis hoffen.
  • Trauern zu können ist eine Gabe.
  • Lass Dir das Recht auf Deine Trauer
  • nicht nehmen.

 

 

    • Du hast das Recht,
    • deine dunklen Stunden zu durchleben
    • und dich nicht durch billige Sprüche
    • aus ihnen herauslocken zu lassen.
    • Schon der Versuch ist eine Entwürdigung
    • deiner inneren Wirklichkeit.
    •  
    • Du bist auch deine Dunkelheit.
    • Die Abgründe und Widersprüche
    • gehören auch zu dir.
    • Die Schatten geben deinem Leben
    • Tiefe und Menschlichkeit.
    • Wer mit dir in Beziehung tritt,
    • sollte wissen, dass diese Seite zu dir gehört.
    • Wer sie in dir ablehnt,
    • hat nicht das Recht,
    • sich deinen Freund und deine Freundin zu nennen.
    •  
    • Manche geben dir nicht das Recht
    • auf diese Seite in dir.
    • Sie erwarten, dass du sie unterschlägst
    • und das Glück vorspielst.
    • Vielleicht haben sie weniger Angst für dich
    • als für sich selbst, weil sie durch dich
    • an das Unoffene in sich selbst geraten.
    • Wenn sie darum dir helfen wollen,
    • geschieht es nicht, um dir zu helfen, sondern sich selbst.

 

 

      • Du hast das Recht, Fehler machen zu dürfen.
      • Fehler sind schlimm, schlecht, furchtbar
      • und immer mit Schuld verbunden.
      • So hast du es gelernt
      • und tief in dich aufgenommen.
      • Fast bist du handlungsunfähig geworden,
      • weil die Angst vor dem Fehler-Machen
      • wie eine Drohung über dir hing.
      •  
      • Der beste Hochspringer
      • hat wahrscheinlich im Training
      • die Latte am häufigsten gerissen.
      • Er ist ein guter Hochspringer geworden,
      • weil er nach jedem Sprung wieder aufgestanden ist
      • und sich gemerkt hat, wo sein Fehler war.
      • Beim nächsten Sprung hat er versucht,
      • den Fehler zu korrigieren,
      • und hat nicht aufgegeben, trotz seiner Fehler.
      •  
      • Verhängnisvoll ist die Angst,
      • die jedes Risiko vermeidet,
      • die in der Untätigkeit die Lösung sieht,
      • der die Selbstgerechtigkeit wichtiger ist
      • als das Wachstum der Person
      • und die Gott als Fehlersucher versteht.
      •  
      • Weil du lebendig bist,
      • hast du das Recht, Fehler zu machen.

 

 

: Du hast das Recht,
: Dich selbst nicht zu verstehen
: und Dich auch nicht verstehen zu müssen.
: Es gibt Momente,
: in denen Du Deine Motive nicht kennst,
: in denen du nicht klar sein kannst,
: oder nicht weißt, was Du willst.
: Du hast das Recht, Dich nicht zu verstehen.

: In Dir sind weite Welten,
: unbewusste Landschaften,
: die noch im Dunkel liegen,
: und sie ans Licht zu zerren,
: wäre eine Respektlosigkeit vor Dir selbst.

: Ihre Zeit wird kommen,
: Du wirst sie dann leuchten sehen
: und sie werden verständlich sein.

: Wenn Du träumst,
: träumst du in Bildern,
: für die Bilder
: gibt es keine Worte,
: die ihnen eindeutig entsprechen.
: Deine Seele lebt in Bildern
: die nur dann zu Landschaften werden,
: die du bewohnen kannst,
: wenn Du sie ernst nimmst.

: Du hast das Recht,
: vor dem Geheimnis,
: das Du bist,
: zu stehen
: und es ehrfürchtig auszuhalten.
: So nimmst Du Dich ernst
: grade da,
: wo Du Dich noch nicht verstehst.

: Mit Ehrerbietung begegnest Du dem in Dir,
: was im Laufe der Zeit
: Wirklichkeit werden wird.

: Vergiss nicht,
: dass Deine Seele unendlich ist
: und Du ewig bist.
: Was noch in Dir werden will,
: wird von der Anziehungskraft Gottes gesteuert.

 

 

    • Du hast das Recht, zu fühlen,
    • und musst nicht gleich dem Druck nachgeben,
    • deine Gefühle in Gedanken umzuwandeln,
    • um von anderen verstanden zu werden.
    •  
    • Deine Gefühle
    • haben ihre ganz eigene Wirklichkeit
    • und wollen leben dürfen
    • ohne Übersetzung in eine intellektuelle Form.
    •  
    • Für das, was sie dir mitteilen wollen,
    • gibt es sonst keine so passende Form.
    • Darum gibt es Gefühle,
    • und du hast ein Recht auf sie.
    •  
    • Und wenn dir jemand sagt:
    • "Das sind nur deine Gefühle",
    • dann wehre dich gegen diese Abqualifizierung
    • eines so wichtigen Teils deiner Person.
    •  
    • Sei glücklich, dass du fühlst,
    • dass du auch über diese Form der Wahrnehmung
    • als Zugang zur Welt
    • und zu dir selbst
    • verfügst.

 

 

* Du hast das Recht, zu zweifeln,
* zu verzagen, die Fassung zu verlieren.
* Es ist kein Zeichen von Stärke,
* immer stark zu sein.
* Es ist kein Zeichen von Schwäche,
* schwach zu sein.
* Vielleicht ist nur der Glaube des Zweifelnden
* ein lebendiger Glaube, weil er sich aussetzt.
* Wer sich nicht verunsichern lässt,
* lebt in einer Burg mit dicken Mauern.
* Das Leben erreicht ihn nicht,
* und er erreicht das Leben nicht.
* Weil du mitten im Leben stehst,
* hast du das Recht, unsicher zu sein.
* Es spricht für dich,
* du bist im Werden.

* Alle Antworten zu haben
* heißt meistens, Antworten zu haben,
* die zu keinen Fragen wirklich passen.

 

 

    • Du hast das Recht zu hoffen,
    • wahnsinnig und grenzenlos zu hoffen
    • gegen die Verrücktheit
    • der Aufrüstung und Ausbeutung.
    • Du hast das Recht,
    • die Veränderung schon jetzt zu sehen,
    • sie in dir zu tragen
    • und sie mit der Stärke der Liebe herbeizuhoffen
    • gegen die Folter und den Vernichtungswahn derer,
    • die das Leben verachten,
    • gegen die armselig Mächtigen.
    •  
    • Du hast das Recht, maßlos zu hoffen
    • auf Wasser, wo nichts als Trockenheit ist,
    • auf Leben, wo der Tod
    • alles in der Hand zu haben scheint.
    • Vielleicht ist manchmal der Glaube
    • deiner Hoffnung
    • das einzige, was du noch in die Waagschale
    • werfen kannst.
    •  
    • Du hast das Recht zu hoffen
    • gegen alle Umfragen,
    • gegen jede allwissende Hochrechnung,
    • gegen die schlauen Statistiken,
    • gegen die Pessimisten,
    • Optimisten und Realisten.
    •  
    • Du hast das Recht, außer dir zu sein
    • mit Hoffnung,
    • nicht als Flucht, aber als Durchblick
    • nicht als Erfahrung, sondern als Vision.
    •  
    • Du hast das Recht zu hoffen,
    • gerade dann, wenn alle meinen,
    • es gäbe nichts mehr zu hoffen.
    • Dann zählt deine Hoffnung doppelt
    • und tausendfach.
    • Vielleicht bist du einer der zwölf,
    • die mit ihrer Hoffnung
    • die ganze Welt erhalten.

 

 

  • Du hast das Recht, dich zu freuen,
  • ausgelassen zu sein,
  • dein Glück zu genießen,
  • zu entspannen und glücklich zu sein.
  •  
  • Vielleicht gehörst du noch zu denen,
  • die sich nur mit schlechtem Gewissen
  • freuen können und schon um die nächste Ecke
  • die Strafe für ihre Ausgelassenheit erwarten.
  • Oder zu denen, die denken,
  • dass Gott ein ernster Gott ist,
  • der keinen Spaß versteht,
  • und die ihm darum mit ihrer Traurigkeit huldigen.
  •  
  • Glaubst du, dass Ernsthaftigkeit
  • "tiefer" ist als Freude
  • und Schwermut "frommer" als Lachen?
  • Du hast ein Recht, dich zu freuen.

 

 

        • Du hast das Recht, dich selbst zu lieben.
        • Du darfst bei dir sein,
        • dich bei dir wohl fühlen,
        • dich entdecken und kennenlernen,
        • wie man einen geliebten Menschen kennenlernt.
        • Nichts wird dir so helfen,
        • andere zu lieben,
        • wie die Liebe zu dir selbst.
        • Darum ist jede Handlung
        • der Liebe zu dir selbst
        • eine Tat, die dich näher zum anderen führt.
        • Es ist wichtig,
        • dass du Zeit für dich hast.
        • Liebe braucht Zeit.
        • Wo die Zeit fehlt,
        • tritt die Vernachlässigung ein,
        • und wenn du dich vernachlässigst,
        • verlierst du dich,
        • und wenn du dich verlierst,
        • verlierst du die Fähigkeit,
        • andere zu lieben.
        • Wenn die Liebe wächst,
        • wächst auch die Phantasie.
        • Du wirst neue Ideen entwickeln,
        • wer du eigentlich bist
        • oder wer du sein willst.
        • Du wirst Welten in dir entdecken,
        • die du in Phantasiereisen erobern kannst.
        • Du wirst deinen Reichtum spüren
        • und dein Potential freisetzen.
        • Je besser du dich kennenlernst,
        • desto schöpferischer wirst du deine Liebe
        • zu dir selbst gestalten.
        • Sie wird Form gewinnen
        • Und dich dadurch befähigen,
        • deine Liebe zu anderen kreativer zu gestalten.
        • Aber es wird nicht immer leicht sein,
        • dich selbst zu lieben.
        • Du wirst auch die Abgründe
        • In dir deutlicher sehen,
        • vor ihnen zurückschrecken,
        • sie ablehnen und meinen,
        • daß sie nicht zu dir gehören.
        • Aber auch das bist du,
        • auch das mußt du aufnehmen in deine Person,
        • in dein aktives Leben.
        • Es gehört auch zu dir.
        • Nur wenn du diese Seiten in dir annimmst,
        • in ihrer Tiefe verstehst
        • und mit ihnen gestaltend umgehst,
        • nur dann wirst du diese Seiten
        • In anderen auch annehmen können.
        • Darum ist es eine Vorbereitung
        • deiner Liebe zu anderen.
        • Nur der Mensch, der sich lieben darf,
        • wird sich selbst nicht verwöhnen.
        • Verwöhnung deutet Mangel an.
        • Egoistisch ist der Mensch,
        • der nichts hat und darum versucht,
        • alles an sich zu reißen,
        • und dabei immer weniger hat.
        • Wer sich liebt,
        • wird sich verschenken
        • und dabei reicher werden.

 

 

    • Du hast das Recht, ein anderer,
    • eine andere zu werden.
    • Neigst du dazu,
    • dich durch deine Erwartungen an dich selbst
    • einzuengen und festzuhalten?
    • Verwechselst du manchmal Festgefahrenheit
    • mit Selbsttreue?
    • Weil du dich veränderst,
    • kannst du dir nur dann treu bleiben,
    • wenn du ein anderer wirst.
    • Von Jahr zu Jahr.
    •  
    • In dem Prozess des ständig neuen Begreifens
    • entsteht deine Persönlichkeit.
    • Natürlich fällt es den anderen schwerer mit dir,
    • wenn du nicht vorhersagbar bist,
    • wenn sie dich nicht festnageln können,
    • wenn man dich erst fragen muss,
    • ehe man über dich verfügt.
    •  
    • Du wirst die Argumente hören:
    • „Du kannst doch nicht einfach
    • deine Meinung ändern.“
    • „Früher hast du das anders gesehen.“
    • „Auf dich ist kein Verlass.“
    •  
    • Es geht hier nicht um Flucht vor dem Leben,
    • nicht um das Nicht-Durchhalten
    • oder um das Lust-und-Laune-Prinzip.
    • Es geht um das Werden und Wachsen
    • einer Person, die nicht schon zu Beginn
    • ihres erwachsenen Lebens
    • genau weiß, wer sie ist
    • und wie sie leben will.
    • Es geht um das Recht,
    • sich noch verändern zu dürfen.
    • Es geht um die Freiheit,
    • unterwegs zu bleiben.

 

 

      • Du hast das Recht,
      • dich gegen Bevormundung zu wehren
      • und zu deiner eigenen Meinung zu finden.
      • Ganz subtil läuft die Bevormundung ab.
      • Jemand hat einen Vorschlag für dich.
      • Nein, er zwingt dich zu nichts.
      • Er hat nur dein bestes im Sinn,
      • und was ihm geholfen hat,
      • muss die doch auch helfen.
      • Es ist doch so einfach.
      •  
      • Oder die Bevormundung kommt in
      • "der allgemeinen Meinung",
      • in dem übergroßen "man",
      • in dem "Volksempfinden", wie es einmal hieß.
      • Und daran ist nicht zu zweifeln, oder?
      • Millionen von Menschen
      • können doch nicht falsch liegen.
      •  
      • Im religiösen Bereich
      • tarnt sich die Bevormundung
      • im Zitieren von Schriften und Weisheiten,
      • an denen zu rühren nicht erlaubt ist.
      • Da ist alles so klar,
      • wie es der Bevormunder sieht,
      • der meistens auch jemand über sich hat,
      • der ihn bevormundet, und so weiter,
      • bis man an die Autoritäten gelangt,
      • die es ja eindeutig wissen müssen.

 

 

    • Du hast das Recht,
    • dich vor Menschen zu schützen,
    • die sich verschlossen haben,
    • die dich nicht verstehen wollen,
    • die schon meinen, dich zu kennen,
    • die respektlos mit deiner Meinung umgehen,
    • die dir sagen, was du denken sollst.
    •  
    • Du hast das Recht, dich abzuwenden,
    • sie stehen zu lassen,
    • sie nicht mehr einzuladen,
    • Briefe unbeantwortet zu lassen,
    • ihre Meinung nicht mehr zu erfragen,
    • ihren Worten kein Gewicht zu geben,
    • einen Bogen um sie zu machen
    • und dich nicht immer wieder zu erklären,
    • als würdest du sie mit ihrer Entscheidung
    • nicht ernst nehmen.

 

 

  • Du hast das Recht,
  • dir etwas nicht anzuhören,
  • nicht teilzuhaben an Worten,
  • die du nicht bewohnen willst.
  • Innerlich und äußerlich,
  • wortlos oder laut
  • kannst du dich abwenden.
  •  
  • Du brauchst dich nicht
  • missbrauchen zu lassen
  • von den Verleumdern
  • und Schlechtmachern.
  • Du hast das Recht,
  • dich nicht verschmutzen zu lassen.
  •  
  • Auch wenn die Worte
  • nicht verleumden oder schlechtmachen,
  • wenn sie loben oder lieben,
  • aber nicht deine Worte sind,
  • kannst du dich von ihnen distanzieren.
  •  
  • Du hast das Recht,
  • nur deine Worte für dich sprechen zu lassen.

 

 

    • Du hast das Recht, deine Beziehung zu Gott
    • nach bestem Wissen zu gestalten,
    • nach deinem Verständnis, wer Gott ist,
    • auch wenn es viele Menschen geben wird,
    • die dir mit Nachdruck sagen werden,
    • wie diese Beziehung auszusehen hat.
    •  
    • Sie werden dir sagen,
    • was du darfst und was nicht,
    • wie du etwas zu sehen hast und wie nicht,
    • wo deine Grenzen sind und wo nicht,
    • wie deine Geschichte und die Gegenwart
    • zu verstehen sind und wie nicht,
    • wer falsch war und ist und wer nicht.
    • Sie werden viel zitieren, sich berufen,
    • sich in das "man" flüchten
    • und nicht müde werden, sich zu ereifern
    • und um dein Seelenheil zu kämpfen.
    •  
    • Und keiner wird mit dem anderen
    • übereinstimmen,
    • aber jeder wird
    • mit mehr oder weniger Festigkeit behaupten,
    • dass es so ist, wie er/sie es sagt,
    • und nicht anders.
    •  
    • Ich weiß nicht,
    • wie du deine Beziehung mit Gott
    • gestalten kannst.
    • Du musst in dich horchen.
    •  
    • Ich lerne es langsam für mich
    • und muss dabei viel verlernen,
    • ehe ich Platz habe, Neues zu entwickeln.
    • Aber was für mich gilt,
    • gilt vielleicht nicht für dich.
    • Meinen Weg gehe nur ich.
    • Und so, wie ich es nicht für dich weiß,
    • erlaube ich auch niemand mehr,
    • es für mich zu wissen,
    • selbst wenn ich das Bedürfnis habe,
    • mich anzulehnen.
    •  
    • Mit dem Recht,
    • meine Beziehung zu Gott zu gestalten,
    • erlebe ich auch die Pflicht,
    • die ich mir selbst auferlege,
    • Worte, Gedanken, Gelesenes, Gehörtes
    • für mich zu deuten,
    • auch wenn es viel leichter wäre,
    • mich in die Deutungen anderer hineinzugeben
    • und sie verantwortlich zu machen
    • für die Inhalte meines Glaubens.
    •  
    • Du hast das Recht,
    • die Nähe und den Abstand zu Gott zu bestimmen.
    • Du hast das Recht,
    • dich durch Sprache oder Schweigen
    • Gott gegenüber zu artikulieren.
    • Du hast das Recht zu glauben,
    • was du glauben kannst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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